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Praktische Jurisprudenz

Tagung des Instituts für Anwalts- und Notarrecht der Universität Bielefeld am 11. März 2011, 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

„Praktische Jurisprudenz – Clinical Legal Education und  Anwaltsorientierung im Studium“ war das Thema einer Tagung der  Universität Bielefeld am Freitag, 11. März 2011, in der „Hechelei“,  einem Nebengebäude der alten Ravensberger Spinnerei in Bielefeld. Auf  Einladung des Instituts für Anwalts- und Notarrecht (Professoren Susanne  Hähnchen, Stephan Barton und Fritz Jost) boten Vorträge und die  Vorstellung von Projekten eine anregende Zwischenbilanz zur inhaltlichen  Reform des Jurastudiums.

Podiumsdiskussion bei der Tagung "Praktische Jurisprudenz"

Podiumsdiskussion bei der Tagung "Praktische Jurisprudenz"

Den Auftakt zur eintägigen Veranstaltung machten Vorträge von Prof. Dr. Stephan Barton (Universität Bielefeld) zur Frage „Ist praktische Jurisprudenz möglich?“, Prof. Dr. Joachim Zekoll, LL.M., (Johann Wolfgang von Goethe-Universität Frankfurt am Main) zu „Clinical Legal Education – amerikanische Erfahrungen für die deutsche Juristenausbildung“ und Dr. Judith Brockmann (Hamburg und Hochschule Neubrandenburg) über „Hochschuldidaktische Herausforderungen einer praxisorientierten Juristenausbildung“.

In der sich anschließenden Vorstellung kamen sechs Projekte zu Wort, drei Beispiele für die „vorklinische“ Juristenausbildung (simulierte Fälle und Mootcourts) und drei Beispiele für die „klinische“ Juristenausbildung in so genannten „Law Clinics“. Als „vorklinische“ Projekte vorgestellt wurden Mootcourts im Strafrecht (Prof. Dr. Dr. Uwe Scheffler und wiss. Mitarbeiterin Christin Toepler, „Viadrina“, Frankfurt an der Oder), Anwaltsseminare und Schadensregulierung im Universitätsunterricht (Prof. Dr. Fritz Jost, Universität Bielefeld) sowie die Mitarbeit an Wiederaufnahmeverfahren (u. a. „Harry Wörz“) durch die Studierenden Johannes Oesterling und Viola Scharbius von der Universität Bielefeld. Die „klinische“ Juristenausbildung war vertreten durch die „Refugee Law Clinic Gießen“ (RiVG Dr. Dr. Paul Tiedemann, wiss. Mitarbeiterin Janina Gieseking), die „Humboldt Law Clinic (Menschenrechte / Human Rights)“ (Wiss. Mitarbeiterin Nora Markard, Berlin), und „Rechtsberatung für Gefangene“ (Rechtsanwältin Dr. Christine M. Graebsch; Bremen).

Den Abschluss der Tagung bildete eine Diskussion zur Frage „Verdirbt die Praxis die Wissenschaft?“, an der unter der Moderation von Prof. Dr. Fritz Jost (auf dem Bild in der Mitte mit headset) vier Teilnehmer mitwirkten (auf dem Bild von links nach rechts): Rechtsanwalt und Notar Dr. Dieter Finzel, Präsident der Rechtsanwaltskammer Hamm, Vorsitzender Richter am OLG Josef Schulte, Vorsitzender des Justizprüfungsamtes OLG Hamm, Prof. Dr. Henning Radtke, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht & Internationales Strafrecht an der Leibniz-Universität Hannover; zur Zeit auch Vorsitzender des Deutschen Juristen-Fakultätentages), und Prof. Dr. Armin Höland, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Recht der Sozialen Sicherung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

AH, 18. März 2011

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