Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Schlüsselqualifikationen

Allgemeines

Für die Zulassung zum universitären wie auch staatlichen Teil der Ersten Juristischen Prüfung ist der Nachweis über eine Schlüsselqualifikation gemäß § 9 V JAPrVO und § 9 IV SPO erforderlich. Der Leistungsnachweis muss im jeweiligen Zulassungsverfahren vorgelegt werden.

Die aktive Teilnahme an einer der folgenden Veranstaltungen führt zum Erwerb der Schlüsselqualifikation. Schlüsselqualifikationen dürfen ab dem ersten Semester belegt werden.

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen und der Anmeldung, die zumeist im Prüfungsamt zu erfolgen hat, erhalten Sie im Stud.IP.

Lehrveranstaltungen

Soft Skills für Juristen/ Kompetenztraining

Ziel der Veranstaltung ist der Erwerb überfachlicher Kompetenzen und praxisrelevanter Schlüsselqualifikationen.
Die Veranstaltung besteht aus einem Basistraining zur Verbesserung der persönlichen, kommunikativen, sozialen und methodischen Kompetenzen.

Im Einzelnen:

  1. Effizientes Lernen von juristischem Wissen, denn Juristen müssen in der Lage sein, sich sehr schnell in neue Rechtsgebiete einzuarbeiten und neue Gesetze anzuwenden.
  2. Effektives Arbeiten in Gruppen, denn komplexe Sachverhalte und Aufgabenstellungen lassen sich in der Praxis nur im Team bewältigen.
  3. Zeit- und Selbstmanagement, denn gute Planung, rationelles Arbeiten, das Setzen von Prioritäten und der richtige Umgang mit "Zeitdieben" ist in jedem juristischen Beruf gefordert.
  4. Präsentations- und Visualisierungstechniken.

Mediation

Der Kurs umfasst folgende Inhalte:

  1. Einführung in die Konflikt-Psychologie – Konfliktarten und Konfliktentwicklung.
  2. Die Rolle der Emotionen im Konflikt – den „Faktor Mensch“ verstehen.
  3. Die Gesprächsführung in Mediationsverhandlungen: Aktiv zuhören, Sichtweisen klären, Dialog fördern und Positionen bewegen, Konflikte klären, verhandeln und Vereinbarungen treffen.
  4. Mediation von A-Z: die 7 Phasen der Mediation („Bridge over troubled water“).

Rhetorik - Argumentation - Debatte

Ziel des Kompaktseminars ist das Training von wirksamen Reden als Mischung von glaubhaftem Auftritt und stringenter Argumentation. Dazu werden einige grundlegende rhetorische und argumentative Elemente vorgestellt, die im Verlauf des Seminars an Hand komplexer werdender Trainingsformen geübt werden. Eine besondere Form stellt dabei die Debatte dar, die in den letzten Jahren auch an deutschen Hochschulen als Trainings- und Wettkampfform immer bekannter und beliebter wird. Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars wird auf dem Training von freien Reden auch ohne Manuskript liegen.

Grundlagen des Debattierens (Klartext e.V.)

Grundlagen der Kommunikation:

  • Der Sprechakt
  • Reden und zuhören
  • Körpersprache
  • interkulturelle Aspekte der Kommunikation

In diesem praxisorientierten Workshop mit seinem Fokus auf kommunikations- und kognitionspsychologischen Fragen der Kommunikation machen wir Faktoren der menschlichen Kommunikation erfahrbar, die häufig Ursache für Störung, Abbruch oder Eskalation sind. Sie erleben wie herausfordernd gekonntes kommunizieren ist und werden motiviert sich der Herausforderung zu stellen.

Kommunikation unter Dissens:

  • Argumentieren
  • Verhandeln
  • Bedarf und Nutzen
  • Debatte
  • interkulturelle Aspekte des Überzeugens

Dieses Praxistraining macht Sie mit Techniken, Prinzipien, Ideen des Verhandelns und Überzeugens vertraut, Themen wie Reziprozität, BATNA, Warrant, Kontrast und das Partial Elaboration Model bieten Ihnen eine neue Sichtweise auf den Dissens als besondere Form der Zusammenarbeit.

Moot Court

Eine weitere Möglichkeit einen Leistungsnachweis zu erwerben, ist die Teilnahme an einem Moot Court. Dieser muss von einem Hochschullehrer betreut werden.

Ein Moot Court ist eine simulierte Gerichtsverhandlung, bei der Teams aus Studierenden im Vorfeld eine Klageschrift und Klageerwiderung entwerfen und diese in einer mündlichen Verhandlung präsentieren.

Folgende Moot Courts werden im Juristischen Bereich angeboten:

ELSA Human Rights Moot CourtSoldan Moot CourtELSA WTO Moot Court
SchwerpunktEuropäische Menschen-
rechtskonvention (EMRK)
Anwalts- und ProzessrechtWelthandelsrecht
Betreuender LehrstuhlProf. Dr. Dirk HanschelProf. Dr. Caroline Meller-HannichProf. Dr. Christian Tietje
Spracheenglischdeutschenglisch
ZeitraumApril - FebruarJuli - OktoberSeptember - Juni
Bewerbungs-
beginn
~ Juni~ April/ Mai~ Juli

Die Angaben zum Zeitraum beziehen sich auf die Sachverhaltsausgabe und das Finale. Im Vorfeld findet für jeden Moot Court eine Bewerbungs-, Auswahl- und Vorbereitungspharse durch den Lehrstuhl statt.

Neben der Schlüsselqualifikation und einem Seminarschein erhält man durch die Teilnahme an einem fremdsprachigen Moot Court zudem einen Nachweis über die Fachspezifische Fremdsprachenkompetenz.

Aufgrund des hohen zeitlichen Aufwands kann bei der Teilnahme an einem fremdsprachigen Moot Court gemäß § 26 II Nr. 2 lit. d) JAPrVO ein Semester bei der Berechnung der Fachsemesteranzahl anrechnungsfrei bleiben.

Anwendung elektronischer Informations- und Kommunikationstechniken in der juristischen Praxis

In der Veranstaltung "Anwendung elektronischer Informations- und Kommunikationstechniken in der juristischen Praxis" im Computerpool der Juristischen Fakultät haben Jura-Studierende die Möglichkeit, eine Schlüsselqualifikation zu erwerben. Die Veranstaltung beinhaltet u. a. die Themen Word, Powerpoint und juristische Datenbanken.

Anwaltliche Praxis

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit dem materiellen und prozessualen Recht aus Sicht des als Rechtsanwalts tätigen Juristen. Dabei werden neben allgemeinen Dingen -wie der Organisation einer Rechtsanwaltskanzlei, dem anwaltlichen Berufsrecht und dem Umgang mit Mandanten- anhand von tatsächlich laufenden oder abgeschlossenen Mandaten die Besonderheiten des zivil-, straf-, verwaltungs-, familien-, arbeits- und sozialrechtlichen Mandats behandelt. Außerdem werden die Grundprobleme der Tätigkeit des Anwalts im Mahn- und Vollstreckungsverfahren besprochen. Begleitend werden Gerichtsverhandlungen besucht und in Gruppen ein Mandat komplett selbst bearbeitet wobei hier auch spezielle Interessen der Teilnehmer für einzelne Rechtsgebiete Berücksichtigung finden sollen. Auch die wirtschaftliche Seite anwaltlicher Tätigkeit wird beleuchtet unter Beachtung der Vorgaben des RVG.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Interesse am Anwaltsberuf haben, auch an Studierende höherer Semester. Sie ist besonders empfehlenswert für diejenigen Studierenden, die ihre Praktika bereits absolviert haben. Besonders für Studierende, die den Schwerpunktbereich „Forensische Praxis“ gewählt haben, stellt die Veranstaltung eine sinnvolle Ergänzung dar.

Praxis der Vertragsgestaltung

Verträge sind Mittel und Produkt juristischen Arbeitens. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in die Anforderung an Vertragsgestaltungen und die Gestaltungsmittel. Hierbei steht der praktische Bezug zu den bereits im materiellen Zivilrecht erworbenen Kenntnissen im Vordergrund. Anhand praktischer Fälle aus unterschiedlichen Bereichen des besonderen Schuldrechts werden Verträge analysiert und entworfen.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende ab dem 4. Fachsemester.

Übersicht

Eine Übersicht über die aktuell angebotenen Schlüsselqualifikationen finden Sie hier:
Lehrangebot SPB SS 17.pdf (239,3 KB)  vom 18.04.2017

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