Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Forschungsprojekt Sharing Economy

Das Recht der Verbraucher und Prosumer in der kollaborativen Wirtschaft – Chancen und Verantwortung

BMJV Förderungszusatz

BMJV Förderungszusatz

Prosuming erweitert die Möglichkeiten des Individuums. Das Teilen von Besitz und anderen knappen Ressourcen unter Privatpersonen hat zudem wirtschaftliche, ökologische, gesellschaftliche und soziale Vorteile. Beispiele hierfür sind Nachbarschaftsnetzwerke oder Crowdfunding für Projekte, die anders nicht realisiert werden könnten. Prosuming bedeutet aber auch das stark kommerzialisierte Überlassen privaten Wohnraums, private Chauffeurdienste oder Kapitalanlagegeschäfte.

Für die Verbraucherpolitik stellen hybride Formen des Verhaltens von Privatpersonen Herausforderungen dar. Bislang hat das Verbraucherrecht mit seinen Leitprinzipien wie Transparenz, Kontrolle, Haftung und Rechtsschutz für ein hohes Verbraucherschutzniveau und Vertrauen gesorgt. Da diesen Standards aber meist die Dualismen Verbraucher/Unternehmer und privat/gewerblich zugrunde liegen, geht mit dem Auftreten der kollaborativen Wirtschaft die Gefahr einher, dass Schutzlücken entstehen und das Verbraucherschutzniveau sinkt.

Die Prosumer stehen insoweit doppelt im Fokus, da sie als Anbieter von Leistungen den Regeln für gewerbliche Tätigkeit unterliegen können und außerdem mächtigen Online-Plattformen gegenübertreten. Digitale Plattformen ermöglichen das Prosuming, sind aber auch seine vorrangigen Profiteure, ohne dass bislang ihre Verantwortlichkeit geklärt wäre.

Vor diesem Hintergrund will das Forschungsprojekt untersuchen, inwieweit Verbraucherrechtsstandards der B2C-Welt auf die kollaborative Wirtschaft übertragen werden können, ohne dass Innovationsverluste entstehen. Das Ziel ist es, die Schutzlücken in der kollaborativen Wirtschaft zu identifizieren und Lösungsansätze, etwa im Recht der unlauteren Geschäftsbedingungen, im Verbrauchervertragsrecht, im Wettbewerbsrecht und in der Verbraucherrechtsdurchsetzung zu entwickeln. So können die Chancen gewandelten Verbraucherverhaltens genutzt und gleichzeitig Verantwortung den Plattformen, Prosumern und Verbraucher-Kunden gerecht zugewiesen werden.

PTBLE und BLE 420px png

PTBLE und BLE 420px png

Projektleitung

Prof. Dr. Caroline Meller-Hannich

v. l. n. r.: Elisabeth Krausbeck, Lisa Kemmstedt, René Wittke, Prof. Dr. Meller-Hannich

v. l. n. r.: Elisabeth Krausbeck, Lisa Kemmstedt, René Wittke, Prof. Dr. Meller-Hannich

v. l. n. r.: Elisabeth Krausbeck, Lisa Kemmstedt, René Wittke, Prof. Dr. Meller-Hannich

Mitarbeiter

Workshop

Am 31. August 2018 fand an der Universität Halle im Rahmen des Forschungsprojektes ein Workshop statt.
Nachfolgend finden Sie das Programm sowie die Präsentationen einiger Referenten.

Programm Workshop ProWiRecht 20.8.2018.pdf (172,4 KB)  vom 04.09.2018

Frau Prof. Dr. Caroline Meller-Hannich stellte die bisherigen Forschungsergebnisse des Projektes vor.
Vortrag_Meller-Hannich.pptx (12,2 MB)  vom 03.09.2018

Stefan Kubat, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz:
"Calls im Bereich der Verbraucherforschung"
2018-08-31_Call-Präsentation_BMJV.pdf (151,1 KB)  vom 04.09.2018

Prof. Dr. Alberto De Franceschi, Universität Ferrara:
"Collaborative Economy aus italienischer und europäischer Perspektive"
+A. De Franceschi, Powerpoint HALLE 31.08.2018.pptx (539,4 KB)  vom 08.09.2018

Wiss. Mit. Moritz Finke, Universität Halle:
"Der Richtlinienvorschlag zu Uploadfiltern auf Online-Plattformen"
Vortrag_Finke.pptx (677,2 KB)  vom 03.09.2018

Zum Seitenanfang