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Aktuelles

Einführung in das japanische Recht (Teil II)

Auch im Wintersemester 2017/2018, am Dienstag, dem 24.10.2017, wird wieder ein Kurs zum japanischen Recht angeboten.

Das Angebot richtet sich sowohl an Studierende, die noch keine Vorlesungen aus der Veranstaltung „Einführung in das japanische Recht Teil I“ besucht haben, als auch an Studierende, die an der Veranstaltung Teil I teilgenommen haben.

Einführungsveranstaltung_japanisches Recht

Einführungsveranstaltung_japanisches Recht

Einführungsveranstaltung_japanisches Recht

Nähere Informationen zu Ort und Zeit finden Sie hier:
Plakat_Einführungsveranstaltung.pdf (188,2 KB)  vom 18.10.2017

Vorträge von Prof. Dr. Rosenau in Japan

Prof. Dr. Rosenau befindet sich aktuell zu einem Forschungsaufenthalt in Japan. Im folgenden finden Sie die Vorträge, die er in diesem Rahmen halten wird. Diese können auch dem anliegenden PDF entnommen werden.

Vorträge Prof. Rosenau Japan 2017

Vorträge Prof. Rosenau Japan 2017

Vorträge Prof. Rosenau in Japan 2017
Vortraege_Rosenau_Japan_2017.pdf (153,1 KB)  vom 14.10.2017

Die unterschätzte Bedeutung des Sachverständigen im Medizinrecht – XIV. Türkisch-Deutsches Symposium zum Medizinrecht in Izmir mit großer Resonanz

An zwei Tagen haben sich in Izmir Mediziner, Rechtsanwälte, Wissenschaftler und Ministerialbeamte im noch sommerlichen Izmir zusammengefunden, um über die Rolle, Aufgaben und Probleme des Sachverständigen im Zivil- und Strafprozess zu debattieren. Organisiert hat dieses Symposium Prof. Dr. Henning Rosenau, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Türkisch-Deutsche Universität in Istanbul, gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h.c. Hakan Hakeri von der Medeniyet Universität in Istanbul. Eingeladen hatte die Rechtsanwaltskammer Izmir, die auch den großartigen äußeren Rahmen unter anderem mit einem Besuch in Ephesos stellte.

Dass über 260 Interessierte kamen, was für derartige Veranstaltungen überaus ungewöhnlich ist, kommt nicht von ungefähr. Denn in der Türkei ist gerade ein neues Recht zum Sachverständigen im Prozess in Kraft getreten. Entsprechend war auch der Direktor der zuständigen Abteilung im Justizministerium Ankara ein besonders gefragter Gesprächs- und Diskussionspartner. Aber es wurde nicht nur über die Umsetzungsprobleme eines neuen Gesetzes und einer neuen Rechtsverordnung diskutiert, auch ganz grundsätzlich stellte sich die Frage, welche Rolle dem Sachverständigen denn im Strafprozess überhaupt zukommt. Aus Halle konnte hier die Zivilprozessualistin Prof. Dr. Caroline Meller-Hannich für die deutsche Seite die Probleme benennen. Sie plädierte für eine stärkere, interdisziplinäre Zusammenarbeit des Sachverständigen mit dem Gericht. Wo die Probleme liegen, berichtete aus eigener Anschauung der Rechtsmediziner Prof. Dr. med. Rüdiger Lessig aus der Medizinischen Fakultät.

Insgesamt wurde derjenige, der nach Izmir im Glauben gekommen war, so ungefähr wisse er schon, was der Sachverständige im Prozess bedeute, eines Besseren belehrt. Es wurde deutlich, dass die Sachverständigen eine durchaus zentrale Rolle zukommt, sowohl im Zivilprozess, aber insbesondere im Arzthaftungsprozess und in großen Strafverfahren, wo es um die psychiatrische Begutachtung geht. Er kann das A und O im Prozess sein. Umso relevanter sind dann Fragen, wer etwa auf die Liste der Sachverständigen in der Türkei kommt. Wie kann Vetternwirtschaft bei der Stellung eines Sachverständigen ausgeschlossen werden? Ein zentrales Problem ist auch die hinreichende Qualität des Sachverständigen, die in der Türkei durch Fortbildung erreicht werden soll. Letztlich brauchen wir Sachverständige, zu denen alle Prozessparteien, insbesondere die Verteidigung, vertrauen haben. Hierzu ist es bspw. notwendig, früher den Verteidiger in die Bestellung des Sachverständigen einzubeziehen. Derzeit legt häufig die Staatsanwaltschaft durch die frühe Bestellung des Sachverständigen im Ermittlungsverfahren diesen für den gesamten Prozess fest, was Prof. Dr. Henning Rosenau, ebenfalls aus Halle, kritisierte.

Im rechtsvergleichenden wie auch interkulturellen Diskurs zwischen den türkischen und deutschen Teilnehmern konnten einige Fragen eine Antwort näher gebracht werden, ergaben sich neue Ideen und zeigte sich aber auch, dass der Sachverständige im Prozess ein noch nicht wirklich entdecktes Forschungsfeld darstellt.

In den türkischen Medien fand die Veranstaltung große Aufmerksamkeit. In mehreren Zeitungen wurde darüber berichtet, unter anderem in der nationalweit verbreiteten Milliyet   .

Tagung Izmir 3

Tagung Izmir 3

Tagung Izmir 1

Tagung Izmir 1


Universitätsübergreifendes Seminar „Religiöse Paralleljustiz“

Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster werde ich ein Seminar zum Phänomen der religiös, z. B. durch den Islam geprägten Paralleljustiz im Recht anbieten. Die Studierenden aus Halle bearbeiten dabei die strafrechtlich bzw. strafprozessual relevanten Sachverhalte. Das Seminar wird als Blockveranstaltung am 11. und 12. Januar 2018 in Halle stattfinden.

Folgende beiden Themen sind noch für Hallenser Studierende frei:

1.  Notwendigkeit einer Gesetzesnovellierung hinsichtlich der Strafzumessung bei kulturellen und religiösen Prägungen

2.  Instrumentarien in der strafprozessualen Beweisaufnahme (u. a. §§ 48, 52, 53, 252 StPO) und deren prozessualen Anwendungsherausforderungen im Kontext sog. religiöser Paralleljustiz

Die Vergabe dieser Restthemen erfolgt am Montag, dem 2. Oktober 2017, um 17:00 Uhr s. t. am Lehrstuhl von Prof. Dr. Henning Rosenau (Franz-von-Liszt-Haus, Universitätsplatz 6, 2. Etage).

Die Teilnahme am Seminar ermöglicht die spätere Anfertigung einer Schwerpunktbereichsarbeit am Lehrstuhl.


Lehrstuhlausflug 2017 nach Augsburg

Lehrstuhlausflug 2017 - Universität Augsburg

Lehrstuhlausflug 2017 - Universität Augsburg

Lehrstuhlausflug 2017 - Universität Augsburg

Stationen:

  • Stadtführung inkl. Fuggerei und Goldener Saal
  • Besichtigung der Universität/Juristischen Fakultät
  • Schloss Neuschwanstein
  • Wieskirche
  • Augsburger Puppenkiste
Lehrstuhlausflug 2017 - bei der Wieskirche

Lehrstuhlausflug 2017 - bei der Wieskirche

Lehrstuhlausflug 2017 - bei der Wieskirche

Lehrstuhlfahrt 2017 - Augsburger Puppenkiste

Lehrstuhlfahrt 2017 - Augsburger Puppenkiste

Lehrstuhlfahrt 2017 - Augsburger Puppenkiste


Türkisch-Deutsche Universität Istanbul,
Sommerschule: Exkursion Berlin

Auch dieses Jahr hat der Lehrstuhl von Prof. Rosenau mit freiwilligen Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und den Studierenden der TDU im Rahmen der Sommerschule eine Exkursion nach Berlin unternommen. Dabei konnte die Exkursionsgruppe zunächst den Bundestag besichtigen und viel über dessen spannende Geschichte erfahren. Im Anschluss bot sich die Gelegenheit, als Gäste von Claudia Roth (MdB) interessante Gespräche über verschiedene Themen zu führen. Abgerundet wurde der Aufenthalt in Berlin mit einer Führung zu historisch bedeutsamen Orten Berlins, verschiedenen Denkmälern der Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten an Juden, Homosexuellen sowie Sinti und Roma. Damit konnte die Wichtigkeit historischer Aufarbeitung und Erinnerungskultur ins Gedächtnis gerufen werden. Wie im letzten Jahr war die Exkursion ein voller Erfolg.

Exkursiongruppe vor Kuppel des Reichtstagsgebäudes

Exkursiongruppe vor Kuppel des Reichtstagsgebäudes

Exkursiongruppe vor Kuppel des Reichtstagsgebäudes

gefördert vom DAAD aus Mitteln des BMBF

gefördert vom DAAD aus Mitteln des BMBF


Internationale Tagung zu Stammzellen - iPS-Zellen - Genomeditierung

Die diesjährige Jahrestagung des MER ist mit großer Resonanz und Erfolg zu Ende gegangen. An zwei Tagen sind in Halle an der Saale die zentralen gesellschaftspolitschen, ethischen und juristischen Fragen der Zukunftsmedizin mit renommierten Referentinnen und Referenten erörtert worden, die sich mit diesen Stichworten verbinden. Die Tagung wurde von Prof. Dr. Rosenau vom MER geleitet und in Zusammenarbeit mit Dr. Faltus aus Halle und Dr. Müller aus Jena konzipiert. Das BMBF wie die Thyssen Stiftung haben die Tagung finanziell ermöglicht. Ein weiterer Kooperationspartner war die Leopoldina.

Der anliegende Tagungsbericht sowie die Sendung des Deutschlandfunks geben einen guten Einblick in die Diskussionen.

Tagungsbericht
Tagungsbericht.pdf (76,6 KB)  vom 16.08.2017

Beitrag im Deutschlandfunk zur Tagung Stammzellen - iPS-Zellen - Genomeditierung
DLF-Beitrag Fortschritt bei genetischen Therapien.mp3 (4,8 MB)  vom 06.07.2017

Hier noch einige Tagungsimpressionen:

Impressionen Tagung Stammzelle - iPS-Zellen - Genomeditierung

Impressionen Tagung Stammzelle - iPS-Zellen - Genomeditierung

Impressionen Tagung Stammzelle - iPS-Zellen - Genomeditierung

Impressionen Tagung Stammzelle - iPS-Zellen - Genomeditierung

Impressionen Tagung Stammzelle - iPS-Zellen - Genomeditierung

Impressionen Tagung Stammzelle - iPS-Zellen - Genomeditierung

Impressionen Tagung Stammzelle - iPS-Zellen - Genomeditierung

Impressionen Tagung Stammzelle - iPS-Zellen - Genomeditierung

Impressionen Tagung Stammzelle - iPS-Zellen - Genomeditierung

Impressionen Tagung Stammzelle - iPS-Zellen - Genomeditierung


Exkursion zur Hauptverhandlung des BGH im „Organallokationsskandal"

Mit großer Spannung wurde in juristischen und medizinischen Fachkreisen die Entscheidung des BGH im „Organallokationsskandal" erwartet. Im zugrunde liegenden Fall hatte ein Transplantationsmediziner – vereinfacht gesagt – diverse Manipulationen entgegen der geltenden Richtlinien vorgenommen, durch die seinen Patienten entweder der Zugang zur Warteliste auf eine Leber ermöglicht wurde oder diese auf der Liste „nach oben kletterten" und anderen Patienten übergangen wurden. Die Spendebereitschaft für Organe war daraufhin ab 2013 gravierend zurückgegangen. Deshalb bestand auch ein hohes Interesse der Öffentlichkeit am Ausgang des Verfahrens, was sich bereits an der Medienpräsenz zeigte. Um dem hohen Andrang Herr zu werden, fand die Verhandlung des 5. Strafsenats des BGH aus Leipzig daher in einem großen Verhandlungssaal im altehrwürdigen Reichsgerichtsgebäude statt, das ansonsten nur das Bundesverwaltungsgericht beheimatet. Auch eine Gruppe von Studierenden der Rechtswissenschaften und des Masterstudienganges Medizin-Ethik-Recht, unter Leitung von Prof. Rosenau, sind dem Ruf aus Leipzig gefolgt und wohnten der Hauptverhandlung bei. Dabei konnten sie nicht nur der Entscheidung, einem Freispruch, dessen Begründung allerdings noch für Diskussionen sorgen wird, beiwohnen. Anschließend bot sich noch die Möglichkeit, den Richtern des BGH und den Verteidigern des Angeklagten Fragen zum Fall, aber auch allgemeiner Natur zu stellen. Damit wurde eine Exkursion abgerundet, die einen spannenden Einblick in die aktuellen Entwicklungen des Straf- und Medizinrechts bot.

Vor dem Reichsgerichtsgebäude

Vor dem Reichsgerichtsgebäude

Vor dem Reichsgerichtsgebäude


Moot Court im Strafprozess

PM : Die MLU sucht den Super-Richter: Wenn der Hörsaal zum Gerichtssaal mutiert!

Besonderes spielt sich im Juristischen Bereich der Martin-Luther-Universität ab. Studenten tragen weiße Krawatten – was sie sonst nie tun –, Studentinnen weiße Blusen – was sie sonst auch nie tun. Was von Ferne wie ein schwarzer, schwerer Umhang ausschaut, entpuppt sich bei näherem Zusehen als eine mit Samt besetzte Richterrobe. Was geht da vor?

Ein Strafgericht tagt, ohne Zweifel, und zwar in Originalambiente des Hallenser Landgerichts. Aber ein ganz besonderes. Denn es ist kein echtes Strafgericht, es ist ein sogenannter Moot Court. Moot Court meint nicht, dass der Hörsaal zum Gerichtssaal mutiert, sondern ist der englische Begriff für das Nachspielen von Gerichtsverfahren. So war es auch hier. Es geht um das geworfene Beil gegen den Nachbarn; bestellte, aber nicht bezahlte Bremsbacken; um den mysteriösen Mister X, der statt des Täters eingebrochen sein soll. Alles echte Fälle, die anhand der anonymisierten Originalakten nun erneut zur Verhandlung anstehen. Organisiert und geleitet von Prof. Dr. Henning Rosenau und dem bekannten Münchener Strafverteidiger Prof. Dr. Werner Leitner, die notfalls eingreifen, vor allem aber mit den Studierenden gemeinsam die Aktion, die Rhetorik und die Dynamik solcher Prozesse analysieren und Hinweise geben, wie sich die jungen Jurastudentinnen und -studenten in so einem Prozess verhalten sollten. Eine intensive Erfahrung, die Praxis, Wissenschaft und auch Spaß miteinander verknüpft und alle Beteiligten klüger auseinandergehen lässt. Das Beste: Keine der ausgesprochenen Strafen durch unsere studentischen Strafrichter muss irgendjemand absitzen!

Teilnehmer und Prof. Rosenau (l.) und Prof. Leitner (r.)

Teilnehmer und Prof. Rosenau (l.) und Prof. Leitner (r.)

Teilnehmer und Prof. Rosenau (l.) und Prof. Leitner (r.)

Verhandlung in einem Sitzungssaal des Landgerichts Halle

Verhandlung in einem Sitzungssaal des Landgerichts Halle

Verhandlung in einem Sitzungssaal des Landgerichts Halle


Bundesanwalt Hartmut Schneider zum BGH-Fall "Göttinger Transplantationsskandal"

Im Rahmen des dies academicus gab es am 20. Juni 2017, 10:15 - 11:45 Uhr, Hörsaal XV [Mel] eine Sonderveranstaltung mit

Prof. Dr. Hartmut Schneider
Bundesanwalt bei der Generalbundesanwaltschaft, Außenstelle Leipzig.

Herr Schneider hat den Göttinger Transplantationsskandal-Fall revisionsrechtlich und materiellrechtlich beleuchtet und uns - jedenfalls diejenigen, die mitfuhren - auf die Sitzung des 5. Strafsenats am 28. Juni 2017 vorbereitet.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Vorlesung "Forensische Psychiatrie" statt.



Süddeutsche Zeitung, 07.04.2017

Süddeutsche Zeitung, 07.04.2017, S. 17
Süddeutsche Zeitung, 07.04.2017.pdf (655,6 KB)  vom 12.04.2017

Süddeutsche Zeitung, 07.04.2017

Süddeutsche Zeitung, 07.04.2017

Süddeutsche Zeitung, 07.04.2017

Leitner, Rosenau_Wirtschafts- und Steuerstrafrecht_Flyer

Leitner, Rosenau_Wirtschafts- und Steuerstrafrecht_Flyer

Leitner, Rosenau_Wirtschafts- und Steuerstrafrecht_Flyer




Plakat_Japanisches_Recht.pdf (1,3 MB)  vom 28.03.2017

Vortrag von Prof. Rosenau beim Spanisch-Deutschen Seminar: Materielle und Prozessuale Aspekte der Korruption,
Universität Barcelona



Neuerscheinung am Lehrstuhl

Herr Professor Rosenau hat gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Werner Leitner den Nomos Kommentar zum Wirtschafts- und Steuerstrafrecht herausgebracht.

Nähere Informationen erhalten Sie unter diesem Link   .
Nomos Kommentar_Wirtschafts- und Steuerstrafrecht.pdf (181,6 KB)  vom 15.12.2016

Vorlesung zum Strafrecht an der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul

Improvisieren gehört dazu: der Reisekoffer als Pultersatz.

TDU Istanbul_Vorlesung zum StR

TDU Istanbul_Vorlesung zum StR

TDU Istanbul_Vorlesung zum StR


Claus Roxin zu Gast in Halle

Claus Roxin, Großmeister des Deutschen Strafrechts, andere sagen, „Oliver Kahn“ des Deutschen Strafrechts, war auf Einladung von Herrn Prof. Dr. Henning Rosenau zu einem Gastvortrag nach Halle gekommen, trotz seines hohen Alters von 85 Jahren. Er sprach im Dienstags-Kolloquium Medizin-Ethik-Recht über die Frage der hypothetischen Einwilligung im Medizinstrafrecht, einer der am heißesten diskutierten Themen in der heutigen Strafrechtsdogmatik. Bislang hatte sich Roxin trotz seiner zahlreichen Publikationen zu dieser Frage nur am Rande geäußert. Grundlegend setzte er sich in seinem Vortrag überaus kritisch mit der hypothetischen Einwilligung auseinander, kam aber im Ergebnis dann doch dazu, dass bei einem echten Entscheidungskonflikt des Patienten der Aufklärungsmaßstab für den Arzt reduziert werden müsse. Zahlreiche Studierende nutzten die Gelegenheit, diesen großartigen Gelehrten in Halle zu erleben.

Foto: Sertac Isika

Foto: Sertac Isika

Foto: Sertac Isika


Lehrstuhlausflug 2016

Lehrstuhlausflug 2016 entlang der Saale

Lehrstuhlausflug 2016 entlang der Saale

Lehrstuhlausflug 2016 entlang der Saale


Türkische Studierende der Türkisch-Deutschen Universität aus Istanbul in Halle: Eine Jura-Sommerschule an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Vom 22. Juni bis zum 14. Juli 2016 waren 18 angehende Juristinnen und Juristen aus Istanbul in Halle. Sie nahmen an der Sommerschule 2016 teil, die der Juristische Bereich der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in enger Kooperation mit der Türkisch-Deutschen Universität Istanbul (TDU) in diesem Jahr zum ersten Mal in Halle organisierte. Prof. Dr. Henning Rosenau, maßgeblich beteiligt an der Gründung der Juristischen Fakultät der TDU, hat dieses Studienangebot vor drei Jahren initiiert, um den Studierenden schon früh im Studium die Möglichkeit zu geben, ihr Wissen auf dem Gebiet des deutschen Rechts, insbesondere des deutschen Strafrechts, an Ort und Stelle zu erweitern. Der DAAD und das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft steuerten die nötigen finanziellen Mittel bei.

Das schloss ein straffes inhaltliches Programm ein, welches mit Besuchen beim Verwaltungsgericht, Amts- sowie Landgericht und der Justizvollzuganstalt Halle den Gästen die praktische Umsetzung des deutschen (Straf)rechtssystems anschaulich vor Augen führte. Daneben standen Vorlesungen und Arbeitsgemeinschaften an, methodische Einführungen wie u. a. eine Einweisung in die juristische Arbeitstechnik sowie in die Nutzung wissenschaftlicher Bibliotheken. Auch Kultur und Landesgeschichte waren mit einer Führung durch das Kunstmuseum Moritzburg, einer Stadtführung in Halle sowie einem Ausflug nach Leipzig eingeplant. Politisches und historisches Highlight hat eine Fahrt nach Berlin gebildet, bei der es nicht nur um die Möglichkeiten staatlicher Erinnerungskultur anhand eines Besuchs des Holocaust-Mahnmals ging, sondern die Studierenden auch im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz empfangen wurden sowie eine Plenarsitzung des Deutschen Bundestages besuchten. Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Frau Claudia Roth, MdB, hat sich Zeit für ein Gespräch mit den Studierenden genommen.

Wissenschaftlicher Höhepunkt und Abschluss des Austausches hat ein Seminar im Harz gebildet, bei dem Fragen des Allgemeinen Teil des StGB sowie aktuell strafrechtlich brisante Themen, wie die Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten nach § 103 StGB am Beispiel der Causa Erdogan/Böhmermann, diskutiert wurden. Hierzu haben die türkischen Studierenden eigene Referate auf Deutsch vorbereitet. Durch den Austausch mit den deutschen Studierenden und Assistenten konnten die TDUler zudem einen rechtvergleichenden Einblick gewinnen, was das deutsche und türkische Strafrecht betrifft. Nicht allein zur Erholung sind die Studierenden tief in das mitteldeutsche Kulturland eingetaucht, haben die UNESCO-Welterbe-Stadt Quedlinburg besucht, den Brocken bestiegen - für manch einen oft der anspruchsvollste Part eines solches Seminars - und zum Abstieg die berühmte Harzer Schmalspurbahn genutzt. Auch für das Jahr 2017 ist ein solches binationales Angebot in Halle geplant.


Erfolgreiche Tagung "Drogen in der Medizin" des IWZ MER

Bild Tagung "Drogen in der Medizin"

Bild Tagung "Drogen in der Medizin"

Bild Tagung "Drogen in der Medizin"

„Drogen in der Medizin“ war das Thema der diesjährigen Jahrestagung des Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrums Medizin–Ethik–Recht (IWZ MER) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, welche in den Räumen des restaurierten Landgerichts Halle (Saale) stattfand. Das Programm der Tagung war, wie auch das IWZ MER, interdisziplinär angelegt. Die Referate der renommierten Wissenschaftler kamen nicht nur aus dem juristischen, sondern auch aus dem philosophischen und medizinischen Bereich. Die zweitägige Tagung war in drei Sitzungen gegliedert. Zunächst wurde über die allgemeinen Grundlagen der Drogen in der Medizin gesprochen. Anschließend wurde die medizinische Perspektive eingenommen, bevor zum Abschluss die juristischen Fragestellungen des Themas erörtert wurden.

Die Referenten vermittelten den Teilnehmern der Tagung nicht nur einen Einblick in ihr jeweiliges Fachgebiet und die aktuelle wissenschaftliche Entwicklung, sondern förderten auch den interdisziplinären Dialog und regten interessante und intensive Diskussionen an. Dieser wissenschaftliche Austausch war von dem Konsens gekennzeichnet, dass sich in der Drogenpolitik nun endlich etwas ändern muss, um medizinische Möglichkeiten, die bereits in anderen Staaten genutzt werden, auch hierzulande nutzbar machen zu können. Auf jeden Fall ist eine weitere intensive und objektive wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema ebenso erforderlich wie die bessere Erforschung des Drogengebrauchs in der Medizin.


MDR-Beitrag zum Thema "Drogen in der Medizin"

Im Zusammenhang mit der Tagung "Drogen in der Medizin" des Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrums Medizin-Ethik-Recht (IWZ MER) hat der Mitteldeutsche Rundfunk einen kurzen Beitrag ausgestrahlt, bei dem Herr Prof. Dr. Henning Rosenau zu diesem Thema spricht. Der Beitrag kann als Podcast    auf den Seiten des Mitteldeutschen Rundfunks nachgehört werden.



XIII. Türkisch-Deutsches Symposium zum Medzinrecht

Am 3. und 4. Juni 2016 fand in Amasya in der Türkei das XIII. Türkisch-Deutsche Symposium zum Medizinrecht statt. Das Symposium, das von Prof. Dr. Henning Rosenau von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Prof. Dr. Dr. h.c. Hakan Hakeri von der Istanbul Medeniyet Üniversitesi organisiert und von der lokalen Rechtsanwaltskammer unterstützt wurde, stand in diesem Jahr unter dem Thema

Rechtliche Verantwortung und Stellung der Ärzte und des weiteren medizinischen Personals, insbesondere des Pflegepersonals.

Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.


Flyer XIII. Türkisch-Deutsches Symposium zum Medizinrecht%0A.pdf (7,1 MB)  vom 06.05.2016

Antrittsvorlesungen Prof. Dr. Hanschel und Prof. Dr. Rosenau

Am 20. Mai 2016 fanden die Antrittsvorlesungen von Herrn Prof. Dr. Dirk Hanschel und Herrn Prof. Dr. Henning Rosenau statt.

Plakat_Antrittsvorlesungen Prof. Dr. Hanschel und Prof. Dr. Rosenau

Plakat_Antrittsvorlesungen Prof. Dr. Hanschel und Prof. Dr. Rosenau

Plakat_Antrittsvorlesungen Prof. Dr. Hanschel und Prof. Dr. Rosenau



Prof. Dr. Henning Rosenau zum Vorsitzenden der Gendiagnostik-Kommission gewählt

Auf ihrer konstituierenden Sitzung am 22.01.2016 hat die Gendiagnostik-Kommission (GEKO) Prof. Dr. Henning Rosenau, Geschäftsführender Direktor des Interdisziplinären Zentrums Medizin-Ethik-Recht, zu ihrem Vorsitzenden gewählt.

Die GEKO ist eine interdisziplinär zusammengesetzte, unabhängige Kommission von 13 Sachverständigen und 13 Vertretern aus den Bereichen Medizin, insbesondere Humanmedizin, und Biologie, den Fachrichtungen Ethik und Recht sowie Vertretern von Patienten- und Verbraucherorganisationen. Sie hat nach dem Gendiagnostikgesetz den Auftrag, in Richtlinien den anerkannten Stand von Wissenschaft und Technik festzulegen, soweit die Gendiagnostik betroffen ist.


Pressemitteilung
BGH-Richter Thomas Fischer zur neuen Strafbarkeit bei der Sterbehilfe

Der deutschlandweit über seine Zeit-Online-Rechtskolumnen bekannte BGH-Richter Prof. Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender des 2. Strafsenats des BGH und Autor des Standardkommentars zum Strafgesetzbuch, hat in der voll besetzten Aula der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg das neue Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Beihilfe beim Suizid scharf kritisiert. Er sprach auf Einladung von Prof. Dr. Henning Rosenau, Direktor des Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrums Medizin–Ethik–Recht der MLU. Die Entscheidung des Bundestages sei getragen von einem unerhörten Ausmaß an begrifflicher Unklarheit und zahlreichen Missverständnissen über die rechtliche Einordnung der Sterbehilfe. Die neue Strafnorm ist ein Rückschritt gegenüber der bisherigen Rechtslage, die keine Strafbarkeit bei der Beihilfe zum Suizid kannte. Fischer liegt damit auf der Linie der ganz herrschenden Mehrheit aller deutschen Strafrechtsprofessorinnen und –professoren, die sich in einer Resolution ebenfalls gegen eine solche Norm gestellt hatten. Nunmehr machen sich alle Ärzte strafbar, selbst wenn sie in auswegloser und verzweifelter Situation ihren Patienten beim Suizid beistehen wollen; denn sie handeln im Rahmen ihrer ärztlichen Betätigung stets geschäftsmäßig. Mit einer Autonomie beim Sterben sei der neue § 217 StGB nicht zu vereinbaren. Fischer plädierte folglich für eine Abschaffung der neuen Norm, daneben für eine Stärkung der Palliativeinrichtungen und sprach sich auch für eine Lockerung des Verbotes der aktiven Sterbehilfe unter prozessualen Sicherungen aus. Der Vortrag stieß auf große Resonanz und wurde intensiv diskutiert, insbesondere unter den Studierenden des Magisterstudiengangs „Medizin–Ethik–Recht“.



Märchen Moot Court 2015 - "Rumpelstilzchen"

Herr Professor Rosenau agierte als Richter.

Märchen Moot Court

Märchen Moot Court

Märchen Moot Court

Märchen Moot Court

Märchen Moot Court


Beitrag zum assistierten Suizid (§ 217 StGB nF)

NJW-Editorial_49-2015

NJW-Editorial_49-2015

NJW-Editorial_49-2015


Quelle: http://mainichi.jp/area/kagawa/news/20151003ddlk37040411000c.html

Quelle: http://mainichi.jp/area/kagawa/news/20151003ddlk37040411000c.html

Quelle: http://mainichi.jp/area/kagawa/news/20151003ddlk37040411000c.html

Prof. Dr. Henning Rosenau auf einem Symposium an der Kagawa-Universität in Takamatsu (Japan) zum Recht der Organtransplantation.

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